Depression – Krankheit oder …?

robin WDer traurige Tod von dem Schauspieler und Komiker Robin Williams am 11. August 2014 hat mich nachdenklich gemacht und mich dazu veranlasst, dieses hier zu schreiben.

Ich wurde an die Worte erinnert, die sie zu Jesus am Kreuz sagten: „Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen.“ Oder in Robins Fall: andere hat er zum Lachen gebracht, sich selbst konnte er nicht zum Lachen bringen. Berühmte Menschen haben mit ihren Erfolgen und Siegen nicht nur sich selbst, sondern auch andere glücklich gemacht und doch haben diese Siege nicht ausgereicht, um sie auf ihrem Lebenspfad im Sieg zu bewahren.

Robin Williams Gründe, warum er sich das Leben nahm, werden wir wohl nie in diesem Leben erfahren, doch ich weiß was es bedeutet, gegen Depression kämpfen zu müssen.
Was ich hier folgend geschrieben habe, scheint ziemlich krass und hart zu sein, und mag nicht gänzlich auf Robin Williams Situation zutreffen, doch traf es für mich persönlich so zu:

Depression –

eine Krankheit oder…?

 – Das Leben ist wie ein Magnet mit zwei Polen, einem positiven und einem negativen. Von dem, zu dem du dein Gesicht wendest, wirst du angezogen. –

– – –

 Ein Zeugnis einer von Depression geheilten:

Ganz gleich was Leute dir sagen, Worte und Ideen können die Welt verändern!“ – Worte von Robin Williams. Traurig sein Tod nicht wahr? Sehr traurig!

Ihr denkt jetzt vielleicht sofort, hätte er nicht zum Arzt gehen und sich Anti-Depressiva verschreiben lassen können? Williams gehörte wie ich einer Generation an, die es verheimlichen wollte, unter Depressionen zu leiden. Damals, als wir beide noch jung waren, wurde das noch nicht so sehr als Krankheit betrachtet, sondern mehr als eine menschliche Schwäche, sich selbst nicht im Griff haben. Etwas das an dir haften bleibt, auch wenn sich die Ansichten darüber in der Welt verändert haben.

Ich war selbst depressiv und mit 25 hat mich ein Freund zu einer Psychologin geschleppt, weil ich nur noch von einem Depressionsloch ins andere fiel und nur noch an Selbstmord dachte. Ich lebte zu der Zeit alleine 200 km weg von meinen Eltern und ich habe denen nie erzählt, wie es mir innerlich ging und betrachtete es als eine Schande, als etwas sehr Nachteiliges, zu einer Psychologin gehen zu müssen. Auch heute noch reden ja viele verächtlich über „Seelenklempner“ und noch verächtlicher über jene, die einen solchen nötig haben.

Äußerlich versuchte ich mir nichts anmerken zu lassen, doch vor Freunden ließ ich alle Masken fallen, ich war am ertrinken. Für mich gab es nichts mehr in dieser Welt, für was es sich lohnte, zu leben, so warum dem nicht ein Ende setzen. Meine Eltern waren „normale“ Leute. Mein Vater, ein Schneidermeister wie es sein Vater und dessen Vater auch waren, baute sich nach dem Krieg sein eigenes Herrenbekleidungsgeschäft auf, denn die Schneiderei lohnte sich nicht mehr. Er, zusammen mit meiner Mutter, mussten bei und Null anfangen, alles was er von seinem Vater geerbt hatte, waren Scheren Nadeln und Fäden. Eine Kleiderfirma gewährte ihnen einen Kredit, auch bauten sie und vergrößerten sie dann die Schneiderei in ein Geschäft um. Ich bin 49 geboren und wenn ich etwas wollte oder gerne gehabt hätte, hörte ich immer wieder nur den einen Satz, wir haben dafür kein Geld, das Geschäft kommt zuerst, wir müssen zuerst unsere Schulden abbezahlen. Auch hatten sie für mich und meine ältere Schwester nicht viel Zeit, sie arbeiteten von morgens 7 bis abends 8 Uhr. Könnt ihr es mir für Übel nehmen, dass ich angefangen habe, zu hassen?

Das Leben schien sich nur um Geld zu drehen und ich hasste es. Bei so viel Arbeit war besonders mein Vater auch oft gestresst. Wenn wir Kinder dann etwas „verbrochen“ hatten, schlug er dann auch zu, dass ich Leichtgewicht durch die Luft flog – für euch unverständlich aber das waren damals normale Erziehungsmethoden, die erst Jahre später gesetzlich verboten wurden.

Ich zog mich immer mehr zurück. Fühlte mich nicht geliebt, denn das ist etwas was damals auch nicht Gang und Gebe war, dass man ein Kind auch mal in den Arm nimmt und es wissen lässt, dass man es lieb hat. Das Höchste, was ich an körperlichem Kontakt kannte, war ein Händeschütteln (und dazu einen Knicks machen, wie es sich für Mädchen gehörte und für Jungens einen Diener). Ich erinnere mich auch nicht daran, jemals einen Gute Nacht Kuss erhalten zu haben. Da meine Eltern bis spät arbeiteten, musste meine Schwester und ich alleine ins Bett gehen. Meine Mutter streckte später ihren Kopf in unser Zimmer, um nachzusehen, ob wir auch schön im Bett waren. Vielleicht hätte sie es sich gewünscht, uns dann auch zu umarmen und uns einen Kuss zu geben, aber sie konnte in dem nicht aus sich heraus gehen, sie selbst hat wahrscheinlich auch nie einen Gute Nacht Kuss erfahren.

Um all das zu verarbeiten und damit zurechtzukommen, zog ich mich in eine Traumwelt zurück, in der alles so war wie ich es mir wünschte. Eltern die Zeit für mich hatten, und mich liebkosten, schöne und viele Spielsachen, wo es aber auch keinen Schulstress und keine Schlittenfahrten ohne eiskalte Füße und Hände gab – damals gab es noch keine Thermobekleidung, nur Lederschuhe, die die Nässe ziemlich schnell durchließen, genauso wie die  Wollhandschuhe. Und durch den Wollwintermantel blies der kalte Wind ziemlich durch. Wenn ich Geschichten von Soldaten hörte, die all das im Krieg ertragen mussten, ohne abends nach Hause in ein warmes Zimmer kommen zu können, heulte ich manchmal in Mitgefühl. Ich heulte sowieso ziemlich leicht. Heute würde man mich nicht nur Heulsuse nennen, sondern dass ich aus Zucker war und eine Warmduscherin. Ich kam mit dem Leben nicht zurecht. Es stellte für mich einen Kampf dar, dem ich nicht gewachsen war, zu kämpfen.

Meine Eltern waren evangelisch weil ihre Eltern es auch waren und „man“ das noch tat, zu einer Kirche zu gehören, denn das zeichnete dich als einen ehrbaren, anständigen Menschen aus. Aber Glauben hatten sie beide nicht. Ihr Leben bestand in meinen Augen nur aus Furcht. Furcht dass es wieder solch einen schrecklichen Krieg gibt, Furcht, dass ihr Laden nicht ging und sie auf den Schulden sitzen blieben. Furcht fürs Alter nicht genügend vorgesorgt zu haben und Furcht, vor anderen Menschen schlecht dazustehen (besonders nicht als allseits bekannte Geschäftsleute). Ich hasste solch ein Leben und wollte nur noch weg und raus aus all dem. Doch ich musste warten bis ich 21 war, bis ich volljährig wurde. Als Teenager fiel ich immer öfters in einen Trübsinn in dem ich mir sogar das Leben nehmen wollte, doch niemand wusste davon. Ich machte nur Andeutungen meiner Freundin gegenüber. Mit ihr hörte ich Lieder zu wie das von Alexandra „mein Freund der Baum“, die mich in meiner Melancholie und Schwermut bestätigten, mich „verstanden“.

Sie hatte so viele Lieder die alle diese Schwermut hatten, wie „Schwarze Balalaika“ oder „Sehnsucht“ oder das Lied „Illusionen“, das mir bestätigt, es schien nichts Sinn im Leben zu machen, sich glücklich frei und geliebt zu fühlen, war nur ein Traum. Ich wollte so sehr weglaufen, wie sie es in ihrem Lied „Zigeunerjunge“, sang, doch wohin?

Oh doch, ich konnte auch glücklich sein, hoch schwebend in meinen Gefühlen, singen lachen und tanzen – nur um anschließend wieder in ein Loch von Depression zu fallen. Mein Leben war ein einziges hin und her von  himmelhochjauchzen rein in ein zutodebetrübt sein. Was ich damals nicht wusste war, dass ich mich von Gefühlen leiten ließ. Für mich waren Gefühle das Wichtigste, sich glücklich und erfüllt fühlen, frei und geliebt. Und ich sehe das besonders in vielen der heutigen Generation auch, was mich sehr erschreckt. So viele junge Leute heute gehen danach, ob sie auf etwas „Bock“ haben oder nicht. Alles muss sich für sie gut anfühlen, glücklich sein ist das Ziel im Leben. Dabei vergessen sie oder wissen es nicht, dass wahres Glück davon kommt, sich selbst zu vergessen und bestrebt sein, andere glücklich zu machen. Nur das macht wahrlich innerlich glücklich. Je mehr man bestrebt ist, sich selbst glücklich zu sehen, in dem was man tut, hat oder angeboten bekommt, umso unerfüllter und leer wird man.

depressionJemand mag einen lieben Mann oder Frau haben und wunderbare Kinder, aber dann kommen Gefühle von Unzufriedenheit und du lässt dich in ihnen gehen und fällst in ein Loch von Entmutigung bis hin zu Depression – weil Gefühle für dich das Wichtigste ist. Du verbindest glücklich sein mit sich gut fühlen. Aber das ist leider nicht so. Schau dir Bilder an von Menschen in armen Ländern, sie haben nichts und doch haben sie ein strahlendes Lächeln auf dem Gesicht.

Sind es tatsächlich Umstände, die einen glücklich oder unglücklich machen? Oder ist es die Unzufriedenheit in einem, die uns unglücklich fühlen macht?

Es ist doch die Unzufriedenheit, die uns unglücklich macht.

In Kirchen wird gepredigt, man soll seine Segnungen zählen, um zufrieden und glücklich sein zu können, doch Kirche wird von vielen heute abgelehnt und als nicht mehr zeitgemäß bezeichnet. Warum? Weil der Mensch bei all seinem Wissen und Können das er erreicht hat zu dem Schluss kam, dass er Gott nicht braucht, er kann es alleine schaffen, wir müssen uns als Menschen nur zusammenreisen und unseren Akt zusammenbekommen, wie es im Englischen heißt. Wenn man sich nicht glücklich fühlt, nimmt man eine Tablette, die deine Stimmung wieder hebt. Aber heilt die Tablette? Nein, sie spiegelt dir nur Gefühle vor, die du eigentlich gar nicht hast. Und sie lehrt dich nicht, den Kämpfen des Lebens ins Gesicht zu schauen. Sie macht dich nur abhängig von ihr. Eine Tablette abhängig für dein Wohlbefinden?

Aber lieber eine Tablette, als sich an Gott wenden, um ihn um Hilfe zu bitten, stimmt’s?

Wenn du so eingestellt bist, brauchst du nicht das Ende meiner Geschichte anhören, wie ich befreit wurde von Depressionen und Selbstmordgedanken.

Doch weiter mit meiner Geschichte für die, die zuhören wollen: Zum Psychiater gehen zu müssen, bedeutete, dass ich „krank“ war. Die Erfahrung die ich mit der Psychologin damals machte war jedoch die, dass ich für meine Person, keinen Sieg über Depression bekam, solange ich das als Krankheit ansah.

Wir Menschen sind Extremisten. Auf der einen Seite wollen wir stark sein und niemandes Hilfe beanspruchen müssen, auf der anderen Seite genießen wir Selbstmitleid allzu leicht. Und das war für mich der Fall bei meiner „Krankheit“ Depression. Ich hatte diesen negativen Ausblick auf die Welt, dass da nichts Gutes mehr ist, Menschen sind Egoisten, grausam, selbstsüchtig, zerstören die Erde durch ihr Streben nach Fortschritt, Macht und Reichtümer (und das war um 1965-1975 herum, wie viel mehr Gründe haben Leute heute so zu denken und depressive zu werden?) und nirgendwo ein Ende oder eine wirkliche Veränderung in Sicht. Dass ich als krank angesehen wurde und meine Depressionen als eine Krankheit, hat mir nur das Gefühl gegeben, ein Recht darauf zu haben, depressive zu sein. Diese Krankheitsdiagnose und die psychologische Behandlung haben mir rein gar keinen eigenen Willen gegeben, meine negative, hoffnungslose Denkweise, geleitet von Gefühlen, in irgendeiner Weise zu bekämpfen, und mir selbst vor Augen zu halten, dass ich mich selbst mit dieser Einstellung und Denkweise in dieses Depressionsloch werfe. An solch einem Punkt ist man wie süchtig danach, sich in diesem Selbstmitleidsloch von „ich fühle mich so schlecht“ zu suhlen, gibt es aber vor sich selbst nicht zu, dass man das tut.

Es gibt da dieses Kinderspiel wo jemand der schwarze Kater ist und die anderen Kinder streicheln ihm über den Kopf und sagen: „armer schwarzer Kater“, der darf dabei aber nicht lachen oder er hat verloren. Wenn diese Psychologin das mit mir gemacht hätte, wer weiß, vielleicht hätte ich tatsächlich gelacht und den Punkt mitbekommen, dass ich mich nur in Selbstmitleid bade, in diesem „oh die Welt ist sooooo schlecht und mir geht es soooo schlecht und ich bin soooo unglücklich …, und ich…, und ich…“ Ja, die Welt ist beschissen und die Menschen benehmen sich oft beschissen oder sind miese Charakter, aber hey, da ist auch Gutes und Schönes in der Welt und wunderbare Menschen, so warum auf das schreckliche, negative, pessimistische fokussieren, wenn es so viel Schönes tatsächlich gibt? Und wenn sie mich nicht zum Lachen gebracht hätte, dann doch bestimmt dazu, dass ich wütend reagierte?

Wenn jemand wütend ist, ist das die beste Voraussetzung in eine Kämpferhaltung überzugehen – ich spreche hier wieder aus Erfahrung. Ich habe mich mein Leben lang selbst verachtet, weil ich Angst vor meinem Vater hatte, mich ihm nicht widersetzen konnte, sondern kleinmütig tat, was er von mir erwartete. Er drängte mich in einen Beruf, den ich hasste, weil er wollte, dass ich sein Geschäft einmal übernehme, aber auch das hasste ich und wollte es nicht. Und ich habe mich verachtet, weil ich anscheinend nicht so sein konnte wie andere oder wie andere es von mir erwarteten, nicht so gut aussah wie andere, nichts aus mir machen konnte wie andere und die Liste ging so weiter. Und so nahm der Weg in die Depression seinen Lauf. Ich fing an, mich mit Essen zu befriedige, was sich in Gewichtszunahme auswirkte, was wiederum noch mehr an meinem Selbstwertgefühl nagte und das Depressionsloch noch vergrößerte. Wenn sich meine Verachtung mir selbst gegenüber durch irgendetwas in Wut verwandelte, war das immer ein Ansatzpunkt, dagegen zu kämpfen, was ich hasste und was mich runterzog, nur dass ich es nie total weg von negativen depressiven Gedanken schaffte.

Einmal stand an einem Samstagabend meine Freundin vor mir und fing an zu heulen, weil ich mal wieder nicht mit ihr tanzen gehen wollte, sondern mich lieber in eine Ecke verziehen wollte. Meine Mutter ist eine eher zurückhaltende Frau, aber an dem Abend kam sie hereingestürmt, nachdem sie meine Freundin heulend weggehen sah, hat mich am Arm gepackt und mir wütend befohlen aufzustehen, mich anzuziehen und mit meiner Freundin zu gehen – und wehe wenn ich dazu ein Gesicht ziehe! Und das hat geklappt. Der Auftritt meiner Mutter hat mich so schockiert, dass ich nicht anders konnte, als zu tun, was sie sagte. Später, nach einem schönen Abend konnte ich noch nicht mal mehr sagen, warum ich mich lieber in einer Ecke verkriechen wollte. Jahre später und weg von meinen Eltern, versuchte ich mir meine Welt so aufzubauen, wie ich es mir wünschte; nur um wieder festzustellen, dass die Welt um mich herum sich nicht mit mir verändert hat, und mein Depressionsloch mit mir umgezogen war. Nur war jetzt niemand mehr da, der mir einen Tritt in den Hintern gab, um aus meinem Depressionsloch herauszuschnappen – nur der Freund, der mich stattdessen zu dieser Psychologin schleppte.

Aber diese Psychologin konnte mir nicht helfen. Sie war nicht in der Lage, mir Selbstwertgefühle zu geben und konnte die Welt um mich herum auch nicht perfekt und zu einem Paradies machen, um alles auszuschließen, was mich veranlasste, depressive zu werden oder mir die Dinge schenken, von denen ich dachte, sie würden mich glücklich machen.

Dann nach Weihnachten 1975, als ich meine alte Heimatstadt besuchte war ich zuerst himmelhochjauchzend begeistert über alles möglich Schöne, nur um gleich darauf in das tiefste zu-Tode-betrübte Loch zu fallen. Ich stand auf einer Gerüstbrücke über einer Straßenbaustelle für eine S-Bahn, unter mir ein riesiges tiefes Loch und ich wollte runterspringen, war aber zu feige, es zu tun, was wiederum Selbstverachtung in mir auslöste. Ich taugte wirklich zu nichts, ich konnte mich Nichtsnutz (ich war beruflich eher ein Versager, wie konnte ich auch etwas anderes sein mit Minderwertigkeitskomplexen und Depressionen?) noch nicht mal selbst umbringen, zu feig zu leben und zu feig zu sterben. Ich trottete weiter und bemerkte plötzlich, dass ein Mann hinter mir her war, mit einem ziemlich zielstrebigen Gesichtsausdruck mich anzubaggern, um mich dazu zu bewegen, mit ihm ein wenig „Spaß“ zu haben. Da ich noch nicht gelernt hatte, ein unmissverständliches ’nein‘ zu jemand zu sagen, strebte ich stattdessen ein Kaufhaus an, wo ich wusste, dass man vorne rein und über einen Personalausgang hinten wieder heraus konnte (ich hatte dort mal gearbeitet). Dadurch konnte ich ihn abschütteln, das ganze hatte mir momentan aber auch meine Augen von meinem jämmerlichen Selbst genommen, also sozusagen den Tritt in den Hintern ersetz.

Und dann stand da plötzlich ein junger Mann vor mir, der mir in die Augen schaute und mir sagte, dass Gott Liebe ist und Er mich liebt. So misstrauisch wie ich Fremden gegenüber war, bei diesem Mann hatte ich sofort ein Gefühl von Vertrauen. Ich spürte, dass er es ernsthaft meint und mir nicht schmeicheln wollte, weil er mich ausnützen und etwas von mir wollte. Und seine Worte taten etwas, das noch kein Mensch sonst bewirken konnte, vor allem die Psychologin nicht. sie  gaben mir ein völlig neues Bild von Gott und damit meiner Weltanschauung und Ausblick auf die Zukunft. Ich weiß heute nicht mehr, was er sonst noch sagte, nur das blieb in mir hängen: „Gott ist Liebe und er liebt dich.“

Ich lernte von da an, dass ich bei Gott nicht etwas Besonderes leisten muss oder perfekt sein muss, um seine Liebe und Anerkennung zu erhalten und mit den Jahren erfuhr ich immer wieder, dass wenn ich etwas niederschmetterndes erlebte, oder durch Gefühle von Entmutigung die oft schnell zu Depression werden wollten, er immer sofort bei der Stelle ist, wenn ich nach ihm um Hilfe rufe. Und vor allem hat er mir geholfen, ein Kämpfer zu werden und zu sein. Bereitwillig zu sein, zu akzeptieren, dass diese Welt nicht das Paradies ist, sondern voll Widrigkeiten in allen möglichen Formen und Hindernissen, die es zu überkommen heißt. Ich heule immer noch ziemlich leicht und schnell, doch habe ich gelernt, mich in meinem Heulen an Jesus zu wenden, ihm alles anzuvertrauen und mich einfach (in Gedanken) in seine Arme fallen zu lassen und zu vertrauen, er wird alles wohl machen und schließlich zu einem guten Ende bringen.

Und was den Begriff von den Warmduschern, die von den meisten verachtet werden und niemand möchte zu den Warmduschern abgestempelt werden betrifft, oder man sagt, jemand lebt in einem Glashaus und ein kleiner Windhauch von nur einem Wort und es fällt in klirrende Scherben oder dieses „ich bin doch nicht aus Zucker, verstehe ich solche perfekt. Aber wie viele haben einfach nicht die Kraft, kein Warmduscher und nicht aus Glas oder Zucker zu sein? Ich war ein Warmduscher und aus hauchdünnem, leicht zerbrechlichem Glas und auch aus Zucker, der bei wenigen Regentropfen sich schon auflöste. Aber Gott hat einen neuen Menschen aus mir gemacht und ich schaue jetzt stolz auf 70 durchkämpfte Jahre. Der einzige Haken bei Gott ist, dass wir eben seine Hilfe haben wollen, dass wir bereit sind, sein Kämpfertraining nach seinen Regeln zu akzeptieren und ihm total vertrauen, auch wenn es so aussieht, als hätte er uns im Stich gelassen oder gänzlich verlassen. Aber das ist was Glauben ist, zu vertrauen auch wenn man keine sichtbaren Beweise hat. Ein alter weiser Mann hat einmal (Augustinus vor ca. 1700 Jahren) gesagt, dass man glauben muss um zu sehen, nicht sehen wollen, damit man glauben kann, das wäre kein Glauben. Glauben hat in unserer modernen Zeit seine wahre Bedeutung verloren. Wir sagen, ich glaube es wird regnen, was so viel bedeutet wie, dass wir uns nicht sicher sind, es nur annehmen – den dunklen Wolken nach. Aber wahrer Glaube bedeutet, von etwas felsenfest überzeugt zu sein, auch wenn dafür im Moment keine sichtbaren Zeichen oder Beweise dafür vorhanden sind und im Vertrauen an Gottes Macht, Liebe und Gerechtigkeit daran festzuhalten – das ist Glauben!

Gott ist Liebe. Liebe kann man nicht sehen – nur das, was sie bewirkt und deshalb kann man sie erfahren, denn sie ist eine Emotion, ein Gefühl. Und so lässt sich Gott beweisen, durch die Liebe, die wir durch Ihn erfahren können.

Ich wünsche mir, dass alle Menschen diese Art von Liebe erfahren könnten, die sie aus Depression und Hoffnungslosigkeit holen und ihnen einen neuen Sinn im Leben und für die Zukunft geben kann. Es tut besonders weh, wenn man von jemand wie z. B. dem berühmten Schauspieler Robin Williams hört, der den Depressionen nachgab und sich das Leben nahm, wenn man weiß, da ist ein Mann der ihm hätte helfen können – Jesus, der Schöpfer und Liebhaber unserer Seele.

Wo war Gott bei Robin Williams, fragst du? Gott und Jesus drängen sich niemandem auf, sie warten darauf, dass wir zu ihm ausrufen, dass wir es ihm klarmachen, dass wir ihn brauchen und wollen. Er erwarten aber auch, dass gläubige Menschen anderen von der Liebe Gottes erzählen und wie sie bei ihm Hilfe erhalten können und deshalb habe ich das für dich geschrieben.

* * *

P.S.  Nochmals zu diesem Spruch von Robin Williams: „No matter what people tell you, words and ideas can change the world – Ganz gleich was Leute dir sagen, Worte und Ideen können die Welt verändern!“ Das ist sicherlich wahr, doch nur Gottes Worte können einen depressiven Menschen zu einem tief im Inneren zufriedenen und glücklichen Menschen machen.

– Und was jeder Mensch braucht ist Liebe! –

Mensch – bist du glücklich?

Tief im Innern des Menschen befindet sich ein Vakuum – eine Leere – die gefüllt werden muss…

Auszüge aus Schriften von David Brandt Berg

 Gott schuf uns mit dem Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden und nur Er kann das tiefste Sehnen einer jeden menschlichen Seele für vollständige Liebe und vollkommenes Verständnis befriedigen.

Wenn auch die zeitlichen Dinge dieser Erde (wie auch Erfolgserlebnisse) den Körper zufriedenstellen können, so können nur Gott und Seine wahre Liebe jemals diese schmerzende Leere eines jeden Herzens füllen, die Er für Sich allein schuf! Der menschliche Geist, diese unberührbare Persönlichkeit des wahren Ichs, das in deinem Körper wohnt, kann niemals mit irgendetwas anderem als der völligen Vereinigung mit dem großen und liebenden Geist, der es geschaffen hat, vollständig befriedigt werden.

„Gott ist Liebe!“1.Johannes 4,8 Er ist der eigentliche Geist der Liebe selbst, wahrer Liebe, ewigwährender Liebe, wirklicher Liebe, wahrhaftiger Liebe, die niemals endet, von einem Liebhaber, der dich niemals verlässt, dem Liebhaber aller Liebhaber, Gott Selbst!

Er wird durch Seinen Sohn, Jesus Christus, verkörpert, der für die Liebe kam und die Liebe lebte und für die Liebe starb, damit wir für immer leben und lieben können. »Denn so sehr hat Gott die Welt (dich) geliebt, dass Er Seinen einziggeborenen Sohn gab, damit alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.« – Johannes 3,16

Glaube an Jesus und an seine bedingungslose Liebe für dich und du wirst nicht verloren gehen, nicht in diesem Leben und nicht in alle Ewigkeit.

Wir alle akzeptieren die Existenz von Elektrizität, auch wenn sie noch niemand je gesehen oder völlig verstanden hat, noch nicht einmal die Wissenschaftler. Wir kennen nur ihre Gesetzmäßigkeiten, ihre Auswirkungen und wie man sie leitet, um sie für viele verschiedene Zwecke brauchbar zu machen. Genauso müssen wir die Existenz Gottes akzeptieren, auch wenn wir nicht wissen wo Er herkommt, wer ihn gemacht hat, oder wie er hierhergekommen ist. Wir wissen einfach, dass Er existiert und dass das Universum in dem wir leben, von seinen Gesetzmäßigkeiten beherrscht wird.

Elektrizität macht viele Dinge möglich, aber sie bewirkt nichts, solange wir nicht den Schalter anknipsen der uns mit der Quelle verbindet. Genauso ist auch Gottes Kraft verfügbar und wartet darauf unser Leben einfacher zu machen.

Du brauchst dich auch nicht auf andere zu verlassen. Teste Gott selbst! Betätige den Schalter der Entscheidung, um mit ihm durch seinen Sohn Jesus verbunden zu sein. Wenn du selbst Erfahrungen mit Gott gesammelt hast, wird kein Zweifel mehr in dir sein, dass er derjenige ist, der er vorgibt zu sein – unser immer gegenwärtiger, allmächtiger, allwissender, allliebender Schöpfer.

Falls du noch nicht mit der Kraft Gottes verbunden bist, kannst du das jetzt tun, indem du Jesus, seinen Sohn, in dein Leben einlädst. Bete einfach dieses kleine Gebet:

a JesusLieber Jesus, danke dass du auf die Erde gekommen und für mich gestorben bist, damit ich wieder mit Gott verbunden sein kann. Ich öffne die Tür meines Herzens und bitte dich herein. Amen!

…lasst uns aufsehen auf Jesus, den Urheber und Vollender des Glaubens. – Hebräer 12,2

wer zu mir kommt, den werde ich nicht zurückweisen oder hinausstoßen. – Johannes 6,37

…wenn du still wirst und dir vorstellst, dass ich (Jesus) ganz nah bei dir bin, trittst du im Geist in meinen himmlischen Bereich ein und nimmst Teil am Frieden und den Belohnungen meines Geistes. Dort ist völliger Frieden, völlige Ruhe, völlige Liebe…

– – –

DU BIST EINZIGARTIG!

 von David Brandt Berg

 Weißt du, wer die glücklichsten Menschen sind? Diejenigen, die sich selbst so akzeptieren, wie Gott sie geschaffen hat. Sie lernen, mit dem zufrieden zu sein, was sie haben und achten nicht ständig darauf, was andere über sie denken. Sich damit abzuquälen, die imaginären Erwartungen anderer zu erfüllen, kann ziemlich belastend sein, aber mithilfe einer gewissen Demut kann man sich davon befreien.

Wenn du ehrlich bist, wirst du zugeben müssen, dass wohl jene Menschen am bewundernswertesten sind, die den Mut besitzen, einfach sich selbst zu sein. Sie haben es nicht nötig andere zu beeindrucken oder sich anzupassen, sie mühen sich nicht ab, etwas zu sein, was sie nicht sind. Selbstverständlich stehen diejenigen, die sich dafür entscheiden, solch eine Haltung einzunehmen, traurigerweise oft Gefühlen der Einsamkeit und Isolierung von ihren Mitmenschen gegenüber.

Als ich jünger war, gefiel mir mein Äußeres nicht. Ich hielt meine Nase für zu groß und fand, dass ich zu dünn und unattraktiv war. Ich hatte deswegen einen ziemlichen Minderwertigkeitskomplex, und brauchte lange Zeit, darüber hinweg zu kommen. Teilweise war es mein Stolz, und teilweise verglich ich mich oft mit anderen. Doch mit zunehmendem Alter wurde mir bewusst, dass all das keine Rolle spielt. Ich erkannte, dass der Herr mich so geschaffen hatte, wie er mich haben wollte – weil er mich liebt, machte er mich so wie ich bin.

Er liebt dich so wie er dich geschaffen hat, und du bist in seinen Augen wunderschön. Wir sind alle einzigartig und etwas Besonderes. In seinen Augen gibt es nichts Hässliches, egal wie wir auch aussehen.

Unser Selbstwertgefühl aufzubauen hat viel mit unserer Beziehung zum Herrn zu tun. Je näher du dem Herrn und im Frieden mit ihm bist, desto mehr wirst du mit dir selbst zufrieden sein und inneren Frieden haben – du wirst glücklicher und entspannter sein. Wenn du nahe beim Herrn lebst, bist du einfach anziehend oder attraktiv, weil seine Liebe und sein Licht von dir ausstrahlen.

Ich mach dir einen Vorschlag: nimm dir irgendwann einmal die Zeit und hör genau hin, was Gott über dich zu sagen hat. Oder bitte jemanden Gott zu fragen, was deine inneren Schönheiten und Qualitäten sind, welche Begabungen und Fähigkeiten er in dir hervorbringen möchte, damit sie für andere zum Vorschein kommen. Erlaube ihm, dich zu ermutigen, und du wirst feststellen, dass du als einzigartiges Geschöpf Gottes eigentlich recht glücklich sein kannst.

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Wie du erfolgreich Entmutigung bekämpfen kannst, bevor sie noch zu Depression wird, kannst du hier erfahren:

https://lassesfunken.com/2015/02/22/entmutigung-depression-2/

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