Der geheimnisvolle Fremde

(Fortsetzung von „Was ist mit Esoterik und Co?)

Iks meint, da könne sie mich trösten, dass diese „Heiligen“ genauso alle möglichen Charakter waren, wie wir es sind.  Und dass selbst einer von Jesus Jüngern, der Thomas, ein Zweifler war so ungefähr wie ich es bin. Und wenn er jetzt hier wäre und uns erzählen könnte, was er erlebt hat, als Jesus gekreuzigt und begraben wurde und wieder auferstanden war, würde sich das vielleicht so oder ähnlich anhören:

Thomas

„Ich sah, ich berührte, ich glaubte“

(Wiedergegeben von Curtis Peter van Gorder

Viele Menschen lesen das Evangelium und denken bestimmt, wie wunderbar es gewesen sein muss, einer der ersten Jünger von Jesus zu sein und ganz besonders einer der zwölf, die er auserwählte, um Ihm nahe zu sein, während er lehrte und viele Wunder vollbrachte. Diese dreieinhalb Jahre mit dem Meister waren wunderbar, denn Er war einfach wunderbar – ja, perfekt.

Es gab jedoch nicht wirklich etwas speziell Wundervolles an uns Jüngern, und unsere Fehler wurden neben dem Licht Seiner Gegenwart nur noch deutlicher sichtbar. Petrus nahm kein Blatt vor den Mund und war sehr ungestüm und impulsiv. Jakobus und Johannes hatten den Hang, sich von ihrem Eifer davon tragen zu lassen. Philip war ein gnadenloser Realist. Und ich? Da ich an Gottes Macht zweifelte und es auch lautstark alle wissen ließ, wurde mein Name zu einem Synonym für Skepsis, wodurch heute jemand, der zweifelt, ein „zweifelnder Thomas“ genannt wird.

Das ist keine Bezeichnung, auf die ich stolz bin, noch ist es das Vermächtnis meiner Wahl, aber ich bin glücklich wenn andere von meinen Erfahrungen profitieren können. Also, wenn du an Jesus zweifelst, sowie an der Bibel, an Gottes Macht oder an dem Umfang Seiner Liebe, ist diese Geschichte für dich.

Nachdem Jesus gekreuzigt und Sein Körper in das Grab gelegt wurde, versteckten wir uns alle, aus Angst davor, dass Seine Feinde als nächstes uns verfolgen würden. Ich verbrachte den dritten Tag allein, und kämpfte in meinen Gedanken darüber, was mit Jesus passiert war.

Als ich die anderen am Abend wieder sah, fand ich heraus, dass in meiner Abwesenheit einiges geschehen war. Sie fingen alle gleichzeitig an, darüber zu reden. „Wir haben Jesus gesehen!“ „Er lebt!“ „Es ist wirklich wahr!“ „Ich habe Ihn auch gesehen.“

Petrus übernahm das Wort und versuchte mir zu helfen es zu verstehen. „Wir saßen hier und versuchten immer noch einen Sinn darin zu finden, was dem Meister passiert war, als Maria außer Atem an der Tür stand. …“

„Wir sind zum Grab gegangen, um Seinen Körper mit Gewürzen zu salben“, platze Maria heraus, „aber als wir dort ankamen, war der Stein vom Eingang weggerollt und sein Körper war weg.“

„Wir dachten, es wäre nur eine verrückte Geschichte“, fuhr Petrus fort. „Du weißt ja, wie emotional Frauen sein können. Aber sie bestand darauf, dass wir mitgehen, um es selbst zu sehen. Johannes und ich rannten los und wir fanden es genauso vor wie sie gesagt hatte – leer, bis auf das Tuch worin er eingewickelt war. Auf dem Rückweg erinnerte ich mich daran, dass Er gesagt hatte: ‚So wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des großen Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein‘, und ich fragte mich, ob Jesus wohl von den Toten auferstanden war.“

Petrus Stimme steigerte sich vor Aufregung. „Dann ist das Erstaunlichste überhaupt passiert! Vor kurzem stand Jesus plötzlich genau da, wo du jetzt stehst. Er zeigte uns die Löcher von den Nägeln in Seinen Händen, und die Wunde vom Speer in Seiner Seite…“

– Meine Zweifel waren größer als alles andere. Unmöglich! Das konnte einfach nicht sein!

Meine Aufgewühlt sein verstärkte sich noch, als zwei andere eine ähnlich unglaubliche Geschichte erzählten, wie sie einen mysteriösen Fremden auf der Straße nach Emmaus getroffen hatten. Kleopas erzählte:

„Wir waren auch dabei als Maria kam und sagte, dass sie und die andere Frau Sein Grab leer vorgefunden und einen Engel gesehen hätten, der ihnen sagte, dass Jesus wieder lebte. Wir zwei machten uns dann auf den Weg nach Emmaus und waren genauso traurig und durcheinander darüber, was mit Jesus geschehen war, wie ihr. Auf dem Weg trafen wir einen Mann, der uns die Prophezeiungen in der Bibel über den Tod des Messias erklärte, und sie passten alle ganz genau auf Jesus! Und plötzlich wurde uns bewusst, dass der Fremde Jesus war und im gleichen Augenblick war er verschwunden!“

– Sind denn jetzt alle verrückt geworden?

„Ich glaube das nicht!“ platzte es aus mir heraus. „Ich glaube, ihr bildet euch das alles nur ein, seht Dinge, die ihr einfach gerne sehen wollt.“ Ich bat sie inständig, rationaler und vernünftiger zu sein. „Ich habe Ihn genauso sehr geliebt wie ihr. Seht ihr denn nicht, wie lächerlich das alles ist? Ich für meinen Teil, müsste erst die Wunden in Seinen Händen und Seiner Seite sehen und berühren, bevor ich es glauben würde!“ Ich war von all den Ereignissen die geschehen waren, so entmutigt, dass ich nicht in der Lage war, die Kraft Gottes und Sein Wirken unter uns zu sehen.

Acht Tage später waren wir alle wieder versammelt. Plötzlich lief eine Gestalt direkt durch die Mauer – und ich bildete mir das nicht nur ein! Es war Jesus! Er kam direkt auf mich zu, lächelte, und zeigte auf die Wunden in Seinen Händen. Er sagte, „Thomas, lege deinen Finger hierhin.“ Ich konnte an dem Klang Seiner Stimme erkennen, dass er enttäuscht wegen meiner Zweifel war und dennoch sprach Er geduldig und verständnisvoll. Die Worte, die ich vergangene Woche gesagt hatte, kamen mir in mein Gedächtnis zurück, und ich schämte mich. Er war nicht dabei, als ich zu den anderen sagte, dass ich es nicht glauben würde, bis ich Ihn selbst gesehen und berührt hätte, aber Er wusste es. Vom ersten Moment, als ich ihn getroffen hatte, kannte Er stets meine innersten Gedanken und Gefühle.

Er nahm meine Hand und sagte, „lege deine Finger in die Speerwunde an Meiner Seite und glaube.“ Ich tat es und in diesem Moment waren jegliche Zweifel, die ich vielleicht noch hatte, verschwunden. Ich hatte gesehen. Ich hatte gefühlt. Aber noch viel wundervoller war, dass ich in Seine Augen geschaut hatte – Augen die mit mehr Liebe und Mitgefühl gefüllt waren als ich je zuvor darin gesehen habe. Seine Liebe für mich ist, trotz meiner Zweifel, kein bisschen schmäler geworden. Ich schämte mich wegen meines Unglaubens, doch Seine Liebe wusch beides weg, meine Zweifel und meine Scham. Ich fiel auf meine Knie und stammelte, „Mein Herr und mein Gott!“

Ja, ich war gesegnet damit, dass ich in Seiner Gegenwart war, Ihn lehren hörte, Wunder sah und hörte wie Er mich bei meinem Namen rief. Ich war damit gesegnet, den wieder auferstandenen Erlöser zu sehen, mir Seiner Liebe für mich sicher zu sein, und aus Seinem eigenen Mund zu hören, dass alle meine Sünden vergeben wurden. Aber ihr seid sogar noch gesegneter. Denn Er hat gesagt, „Noch gesegneter sind die, die nicht gesehen haben und dennoch glauben.“

Wirst du glauben? Wirst du deine eigenen Sünden und Fehler mit dem Einen sterben lassen, der für sie gelitten hat, der Eine, der dir tief in die Augen schaut und sagt: „Ich vergebe?“

Er ist Gottes Sohn und kann alle deine Sünden vergeben und dir einen neuen Start durch Sein Leben, Seine Liebe, Seinen Geist und durch Seine Energie geben, die in dir keimen und erblühen wird.

Öffne einfach dein Herz und sage: „Jesus, ich nehme dich als meinen Herrn und Erlöser an. Bitte vergib mir meine Sünden und hilf mir bei einem Neuanfang. Bitte fülle mich mit deinem Geist und Leben. Ich möchte an dich glauben, dir vertrauen und dich lieben, Jesus. Bitte hilf mir dort, wo ich versage. Amen.“

***

Amen! – Ich mein, jetzt hab ich doch tatsächlich dieses Gebet mitgebetet. Naja, wenn ein Zweifler wie Thomas schließlich geglaubt hat, vielleicht kann ich es dann auch?

Aber was ist mit dieser Geschichte die oben erwähnt wird:

Der mysteriöse Fremde auf der Straße nach Emmaus!

Emaus-Fremder

– Es ist die Geschichte Kleopas – Lukas 24,13-35   – Wiedergegeben von Curtis Peter van Gorder

Wir brauchten nur zwei Stunden von Jerusalem aus, aber durch unseren späten Aufbruch, mussten Matthias und ich uns beeilen, um noch vor der Dunkelheit zu Hause anzukommen. Wir versuchten einigen Abstand zu den furchtbaren Ereignissen der letzten Tage zu bekommen, aber sie waren zu sehr Teil von uns gewesen.

„Ich frage mich, ob er wirklich der Messias gewesen ist“, sagte ich. „Ganz sicher wäre der Messias nicht wie ein gewöhnlicher Verbrecher hingerichtet worden.“

„Kleopas, wie konnte der Messias es überhaupt zulassen, dass man ihn tötete? Er sollte uns doch von den Unterdrückern befreien. Das hat er von Anfang an versprochen – oder so dachten wir zumindest. Ich hätte nie erwartet, dass es so ein Ende nehmen würde“, sagte Matthias.

„Ich weiß immer noch nicht, ob ich den Frauen, die zum Grab gegangen sind, glauben schenken soll. Da war ein Funke Hoffnung, als sie in den Raum stürmten, wo wir alle beisammen waren, völlig aufgeregt und außer Atem, und dennoch…“

„Petrus und Johannes haben das leere Grab auch gesehen und sie glaubten – zumindest Johannes“, erwiderte ich meinem Freund.

„Die Leute sagen, dass wir seine Leiche geholt haben während die Wachposten schliefen – dass wir seine Auferstehung vorgetäuscht hätten. Wir wissen, dass das eine Lüge ist, da wir uns ja gegenseitig nicht aus den Augen gelassen haben, aber jemand anderes könnte seine Leiche weggetragen haben…“

Unsere Diskussion drehte sich im Kreis. Was war mit Jesus geschehen?

Wir wurden durch das Geräusch von Schritten hinter uns unterbrochen. Jemand hatte es noch eiliger als wir.

„Warum so traurig?“, fragte der Mann in einem unbeschwerten Ton und brachte uns damit aus der Fassung. „Ihr beide seht aus, als ob ihr gerade euren besten Freund verloren hättet.“

Er war gerade erst zu uns gestoßen, wie konnte dieser Fremde unsere innersten Gedanken kennen? „Das könnte man wohl sagen“, antwortete ich ihm.

„So schlimm wird es sicherlich nicht sein“, sagte der Fremde.

„Wo warst du?“, fragte ich ihn. „Hast du nichts davon gehört?“

„Gehört, wovon?“

„Du musst doch von Jesus gehört haben?“

„Erzählt mir, was mit ihm ist.“

„Er war ein Prophet aus Nazareth und er hat einige unglaubliche Wunder getan! Er hat mit der Mahlzeit eines kleinen Jungen Tausenden zu essen gegeben. Er heilte Menschen, die von Geburt an blind, taub oder verkrüppelt waren. Er ließ sogar Tote wieder auferstehen! Wenn er sprach, war solche Kraft in seinen Worten!“

Dann erzählte ich dem Fremden, was sich in der vergangenen Woche zugetragen hatte – von dem Prozess der ein einziger Hohn war, und davon, wie die Leute sich gegen Jesus wandten, obwohl er so viel für sie getan hatte, vom Urteilsspruch, der Geißelung, den Erniedrigungen, der Kreuzigung und letztlich die Geschichte der Frauen, die das leere Grab vorfanden.

„Es hört sich so an, als ob ihr eure Zweifel über das zuletzt erwähnte habt“, sagte der Mann.

„Hättest du die nicht?“, fragte ich ihn.

Anstatt zu antworten fragte der Fremde: „Kennt ihr die Schriften nicht, dass all diese Dinge Teil von Gottes Plan waren, die Er durch Moses und die Propheten offenbarte? Sie wussten, dass alles so eintreten würde wie es geschehen ist. Und von allen Menschen hättet ihr, seine Anhänger, es auch wissen sollen.“

Wie konnte der Fremde wissen, dass wir Jesu Anhänger gewesen sind? Wir hatten nichts dergleichen erwähnt. „Von welchen Prophezeiungen sprichst du?“, fragte ich.

Es sah so aus, als ob der Fremde all die Schriften kannte – auswendig! „Lasst uns am Anfang beginnen“, sagte er.

„Nachdem die Schlange im Garten Eden Eva überredet hatte, von der verbotenen Frucht zu essen, sagte Gott zur Schlange – welche in Wahrheit wirklich der Satan war – ‚Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein… Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. (1.Mose 3,14-15) Versteht ihr nicht? Der Messias am Kreuz – und es ist die Schlange, die in seine Ferse beißt. Und der Messias, der von den Toten aufersteht und damit Satans Plan gänzlich vernichtet – damit wurde der Schlange der Kopf zertreten.“

„Wieso glaubt ihr, blickte Gott freundlich auf das Opferlamm Abels? (1.Mose 4,1-4) Weshalb befahl Gott Moses, seinen Leuten zu sagen, nur Lämmer ohne Makel oder Fehler als Sühne ihrer Schuld zu Opfern? (3.Mose 17,11). Gott hat versucht uns zu zeigen, was der Messias tun wird. Der Messias war das Lamm ohne Fehler, geopfert für die Sünden der Welt. (Matthäus 26,28; Johannes 1,29 Epheser 1,7; 1 John 1,7b) Die Zeremonien, die Opferungen – all diese Dinge waren nur schattenhafte Vorankündigungen von Ereignissen, die sich jetzt vor unseren Augen entfalten.

Je mehr der Fremde uns erzählte, umso stärker begann unsere, bis dahin nur schwelende Glut des Glaubens, aufzulodern.

„Da wir gerade von Zeremonien sprechen, habt ihr nicht gerade das Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote gefeiert? Ihr kennt diese Zeremonien – ihr nehmt jedes Jahr daran Teil, schon euer ganzes Leben lang. Euch ist auch bekannt, weshalb Moses sie befohlen hat – als Dank an Gott, dass er eure Väter aus der Sklaverei der Ägypter befreit hat. Durch Moses wies Gott seine Leute an, ein fehlerloses Lamm zu töten und das Blut an ihre Türpfosten zu schmieren. Alle, die glaubten und gehorchten, wurden verschont, als Gott durch ganz Ägypten zog und die Erstgeborenen eines jeden Haushaltes umbrachte. Dies war ebenso ein Vorschatten für das Opfer des Messias, das die Gläubigen vom Tod befreit.“ (2.Mose 11,4-7; 12,1-13)

„Was ist mit dem Sündenopfer und dem Tag der Buße? Was versucht uns Gott damit zu sagen? Kann das Blut eines Tieres wirklich für unsere Sünden bezahlen? Ist der Gerechtigkeit damit genüge getan? Und warum müssen diese Opfer jedes Jahr wiederholt werden? Wenn durch solche Opfer unsere Sünden gesühnt werden, weshalb müssen sie dann wieder und wieder dargebracht werden? Könnte es sein, dass sie dem Zweck dienten, auf ein größeres Opfer hinzuweisen, welches noch kommen würde? Wäre es möglich, dass dieses größere Opfer gerade dargeboten wurde?“ (3.Mose 16,15; 23,27; 2.Korinther 5,21)

Der Fremde war voller Fragen und wir hatten kaum eine Antwort, aber er war ein geduldiger Lehrer und gab uns die Antwort selbst.

„Ist das nicht, wovon der Prophet Jesaja bezüglich des Todes des Messias sprach? ‚Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, jeder ging seinen eigenen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Als er gestraft und gemartert wurde, tat er seinen Mund nicht auf’ – Hört sich das nicht nach eurem Jesus und der Schande von einem Prozess an, von dem ihr mir vor ein paar Hundert Metern erzählt habt? – ‚wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird… weil er wegen der Schuld meines Volkes geschlagen war.‘ – Hier wird erneut das Opferlamm erwähnt. ‚Man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, und bei einem Reichen war er, als er gestorben war. – Habt ihr nicht gesagt, er wurde mit Verbrechern hingerichtet, aber im Grab eines Reichen beerdigt? – ‚Tatsächlich aber hat er die Sünden vieler getragen und ist für die Sünder eingetreten’.“ (Jesaja 53,6- 9,12)

Wir wurden ganz still als uns klar wurde, dass in all diesen Geschehnissen Gottes Hand zu erkennen war.

„Wenn euer Jesus der Messias war und sein Tod das Einzige war, was zur Vergebung der Sünden notwendig ist, weshalb glaubt ihr dann, musste er noch die Geißelung durch seine Peiniger erleiden?“

Wieder konnten wir keine Antwort geben.

„Jesaja sagt uns in dem gleichen Absatz, ‚durch seine Wunden sind wir geheilt’. (Jesaja 53,5) – So wie das Blut des Messias vergossen wurde für die Erlösung des Geistes, wurde sein Körper gebrochen für die Heilung des Körpers. Die Dornenkrone, die Geißelung, die Nägel und die Wunde durch den Speer – das geschah alles, um für eure Gebrechen zu sühnen. Der Messias hat mit seinem Blut eure Seelen gerettet, aber durch sein Leiden hat Er auch Heilung für eure Körper erkauft. Um eure Körper zu retten, kostete es seinen.“

Der Fremde fragte weiter: „ Was hat Jesus am Kreuz gesagt?“

„Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen?“

„Das ist genau, was König David prophezeit hat.“ (Psalm 22,2)

Als er uns noch weitere Schriften erklärte, wurde mir klar, dass vieles von den anderen Dingen, die Jesus zugestoßen sind, genau so geschehen sind, wie es geschrieben steht – die schreiende Menge, als er in Jerusalem einzog; der Verrat, das Blutgeld, die schreckliche Verhöhnung; die Soldaten, die um seine Kleider losen, das Durchbohren seiner Hände und Füße, aber dass im kein Knochen gebrochen werden sollte.* All diese Dinge wurden hunderte von Jahren vorher geschrieben, und sie alle handelten vom Messias. Plötzlich ergab alles einen Sinn! Aber der Fremde war noch nicht am Ende angelangt.

„David sagte auch: ‚Aber Gott wird meine Seele erlösen aus der Gewalt des Totenreichs’. (Psalm 49,16) Das ist interessant hier – ‚erlösen’. Wisst ihr, was damit gemeint ist? Es wurde Lösegeld bezahlt, um jemandes Freiheit zu erkaufen. Darum ging es bei dem Tod des Messias – um dem, der glaubt, von den Gebühren die der Tod verlangt, zu befreien. Genau so steht es auch im Buch Hosea: ‚Aber ich will sie aus dem Totenreich erlösen und vom Tode erretten’.“ (Hosea 13,14)

„Wie unser Vater Abraham seinen einzigen Sohn Gott als Opfer dargeboten hat, bot Gott seinen einzigen Sohn als Opfer für alle dar, nur mit dem einen großen Unterschied. Abraham musste seine Opferung nicht zu Ende bringen, aber Gott tat es.“

„Genau so wie Noahs Vertrauen und Gehorsam die Menschheit gerettet hatte – die Arche lieferte ihm und seiner Familie und den Tieren, einen Ausweg – bereitete der Messias, dadurch, dass er für die Sünder gestorben ist, einen Fluchtweg für alle, die an ihn glauben.“

„Und genauso wie Jonas drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches gewesen ist, bevor er befreit wurde, so hat euer Jesus versprochen, dass er nach drei Tagen von den Toten auferstehen wird, so wie es auch Hosea prophezeit hat – ‚Er macht uns lebendig nach zwei Tagen; er wird uns am dritten Tage aufrichten, sodass wir in seiner Gegenwart leben werden ’. (Matthäus 12,40; Hosea 6,2)“

„Könnt ihr es sehen? All diese Schriften weisen auf diese Ereignisse hin.“

Mein Herz schlug mir vor Freude und Aufregung bis zum Hals, dass ich dachte, es müsste gleich zerspringen! Der Tod Jesu war kein Unfall oder Fehler! Es geschah alles genau so, wie Gott es geplant hatte!

Kaum war der Fremde zu Ende, als wir auch schon vor meinem Haus ankamen. Er sagte, dass er weiter müsse, aber als ich darauf bestand, dass er wenigstens zum Abendessen bleiben soll, willigte er ein.

So wie es unser Brauch ist, bat ich unseren Gast, das Essen zu segnen. Er dankte Gott und brach das Brot und gab jedem von uns ein Stück davon. Wie er das tat, erkannten wir plötzlich, dass der Fremde tatsächlich Jesus selbst war, unser auferstandener Retter.

Und in diesem Moment – Poof! – verschwand Er.

Matthias und ich waren so aufgeregt über das, was geschehen war, dass wir noch in der gleichen Nacht nach Jerusalem zurück rannten, um den anderen Anhängern von Jesus zu erzählen, was passiert war – wie unsere Herzen im Inneren brannten, während er auf der Straße zu uns sprach und uns die Schriften eröffnete. (Lukas 24,32) Ich kann immer noch nicht aufhören, darüber zu reden!

*Sacharja 9,9-10; Psalm 41,10; Sacharja 11,12-13; Jesaja 50,6; Psalm 22,17-19; Sacharja 12,10; Psalm 34,21 sieh ausführlich dazu   https://lassesfunken.com/2014/10/25/messias/

(Artikel aus dem Activated Magazin, Copyright 1998 und 2007 © Aurora Production AG alle Recht vorbehalten

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Das ist erstaunlich,… nächste Seite, linker Pfeil

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